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Fieseler Storch - Fi 156

Die Fieseler Fi 156 ist ein propellergetriebenes Flugzeug, das erstmals 1936 flog. Entwickelt und gebaut wurde es in den Gerhard-Fieseler-Werken in Kassel. Der Storch, wie er wegen seines hochbeinigen, starren Fahrgestells genannt wurde, wurde im gesamten Zweiten Weltkrieg als Verbindungs-, Beobachtungs- und Sanitätsflugzeug eingesetzt.

Konstruktion

Wie schon bei der Fi 97 war das Tragwerk mit starren Vorflügeln über die gesamte Spannweite, statisch ausgeglichenen Schlitz-Querrudern mit Flettner-Ruder über die halbe Spannweite und Fieseler-Rollflügeln zwischen Rumpf und Querruder ausgestattet. Das sorgte für gute Langsamflug- und STOL-Eigenschaften. Eine großzügig verglaste Kabine erlaubte eine ausgezeichnete Rundumsicht.

Besondere Flugleistungen

Konstruktionsbedingt lag die Mindestfluggeschwindigkeit unter 50 km/h. Zum Starten reichten bei Gegenwind 50 m, zum Landen 20 m. Das Flugzeug flog langsam genug, um Fernmeldekabel verlegen zu können.
Ein spektakulärer Einsatz eines Fieseler Storchs war das Unternehmen Eiche, die Befreiung des gestürzten italienischen Diktators Benito Mussolinis vom Gran Sasso d'Italia am 12. September 1943.
Internationale Anerkennung errangen die Störche, als im November 1946 eine Dakota der US-Armee eine Bruchlandung auf dem Gauligletscher in der Schweiz hinlegte. Die aufwändigen Rettungsversuche der Amerikaner misslangen allesamt und schlussendlich wurden alle Passagiere mit den Störchen der Schweizer Luftwaffe gerettet; unter ihnen befanden sich zwei US-Generäle und weitere hohe Offiziere.

Produktion

Vor dem Krieg wurden 268 Flugzeuge an das Reichsluftfahrtministerium geliefert. Fieseler blieb Alleinlieferant, bis im April 1942 die französische Firma Morane-Saulnier die ersten Fi 156 lieferte. In Frankreich endete die Produktion auf Grund der Kriegsereignisse im August 1944. Da Fieseler sich 1944 auf die Fertigung der Focke-Wulf Fw 190 konzentrieren musste, wurde ab Dezember 1943 die Produktion bei GFW eingestellt und gleichzeitig bei Mráz im Protektorat aufgenommen. Nach Kriegsende baute die Firma bis 1949 noch 138 Fi 156 unter der Bezeichnung K-65 Čáp. Im Juli 1944 wurde die Fertigung zum „Leichtbau Budweis“ verlagert, der mindestens bis März 1945 die Fi 156 herstellte.
Bereits um 1940 entstand eine Kopie des Flugzeugs in der UdSSR, die Antonow OKA-38, die jedoch aufgrund der Kriegsereignisse nicht weiter verfolgt wurde. Nach dem Krieg baute Morane-Saulnier weitere 925 Fi 156 als MS 500 - MS 505 „Criquet“.

Vorhandene Maschinen

Eine Nachbau-Version wurde von Viktor Slepcev gezeichnet, die im 3/4-Maßstab über ähnliche Kurzstart- und Landeeigenschaften verfügt wie das Original. In Deutschland fliegt (als Experimental zugelassen) die D-EPEG.
Es gibt noch andere Nachbauten, wie der Criquet von Criquetaviation mit dem neuen, in Australien gefertigten Rotec-2800 (120 PS starken Siebenzylindersternmotor).
In Diepholz fliegt eine Sanitätsversion des Fieseler Storch mit Kennung D-EMAV, der mit der Werk-Nr. 475303 bei Mraz hergestellt wurde.

(Informationen aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie)

 

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Technische Daten - Fieseler Fi 156 C-3

Länge

9,90 m

Flügelspannweite

14,27 m

Tragflügelfläche

26 m²

Höhe

3 m

Antrieb

Ein Argus As10C hängender, luftgekühlter V8-Motor mit 240 PS Startleistung

Höchstgeschwindigkeit

175 km/h in Meereshöhe

Mindestgeschwindigkeit

45 km/h

Reichweite

377 km

Besatzung

ein Pilot und zwei Beobachter

Dienstgipfelhöhe

4.600 m

Leergewicht

930 kg

Fluggewicht

1.320kg

Bewaffnung

Ein 7,92 mm MG; bis zu drei 50 kg Bomben oder eine 135 kg Wasserbombe oder 48 Schüttbomben

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